Der Markt macht gerade etwas sehr Seltsames. Die gesamte Marktkapitalisierung steigt, Bitcoin gewinnt an Boden, und trotzdem ist das Volumen bei den Derivaten um über 36 % eingebrochen. Normalerweise stürzen sich die Spekulanten bei steigenden Kursen auf Hebelprodukte, um ihre Gewinne zu maximieren. Aber genau das passiert hier gerade nicht. Wenn ihr euch fragt, wie man in diesem speziellen Umfeld Spot vs. Futures Crypto traden sollte, müsst ihr schauen, wo das Geld wirklich hinfließt. Ich sehe hier eine massive Verschiebung: Weg vom Zocken auf kurzfristige Preisbewegungen, hin zur echten Akkumulation von Assets.
Die Daten sind eindeutig. Die Marktkapitalisierung trendet nach oben und liegt bei etwa 2,77 Billionen Dollar, während das 24-Stunden-Volumen der Derivate um etwa 36,15 % bis 36,48 % abgestürzt ist. Gleichzeitig steigt die Bitcoin-Dominanz und liegt nun bei 60,20 %.
In meiner Erfahrung ist das eine klassische Divergenz. Wenn die Preise steigen, während das Hebelvolumen sinkt, bedeutet das, dass Spot-Käufer den Markt treiben. Das sind Leute, die die eigentliche Coin kaufen und halten, und keine Trader, die mit einem 50-fachen Hebel auf den Preis wetten. Der Fear and Greed Index steht bei 43, also im neutralen Bereich. Das sagt mir, dass die Masse noch nicht euphorisch ist. Sie kaufen einfach leise vor sich hin.
Ich habe schon öfter über die Hebel-Falle geschrieben. Das passiert, wenn das Volumen der Derivate weit über den Spot-Handel steigt. In solchen Momenten wird der Markt zu einem Pulverfass. Ein kleiner Preisrückgang löst eine Kette von Liquidationen aus, und plötzlich stürzt alles ab, weil jeder zu hoch gehebelt war.
Das aktuelle Szenario ist genau das Gegenteil. Es ist ein De-Risking-Event. Die Spekulanten ziehen sich zurück, und die "Strong Hands" übernehmen. Wenn der Markt bei geringem Hebeleinsatz steigt, ist das Fundament viel stabiler. Es gibt weniger Liquidationen, die ausgelöst werden könnten, was den Aufwärtstrend nachhaltiger macht.
Mir ist auch aufgefallen, dass die Ethereum-Gasgebühren extrem niedrig sind, zwischen 0,19 und 0,22 Gwei. Das deutet darauf hin, dass die hektische On-Chain-Aktivität, die wir normalerweise während einer Manie sehen, fehlt. Es ist eine ruhige, professionelle Akkumulationsphase.
Wenn ihr gerade überlegt, ob ihr auf Spot oder Futures setzen sollt, legen die Daten eine klare Präferenz nahe. Futures-Trading ist im Grunde eine Wette auf eine Richtung mit geliehenem Geld. Das ist stressig und riskant. Spot-Trading bedeutet schlichtweg, das Asset zu besitzen.
Da der Markt gerade Hebel abbaut, bevorzuge ich den Spot-Ansatz. So kann man den Trend reiten, ohne Angst haben zu müssen, dass ein plötzlicher "Long Squeeze" die Position auslöscht. Wenn ihr Assets sammeln wollt, ohne euch über hohe Gebühren zu ärgern, ist MEXC eine gute Option, da sie 0 % Maker-Gebühren beim Spot-Handel anbieten. Das macht den Aufbau einer Position deutlich günstiger.
Wer trotzdem auf Futures setzt, sollte vorsichtig sein. Das geringere Volumen bedeutet, dass die Liquidität dünner sein könnte als sonst. Das kann zu stärkeren Preissprüngen (Slippage) führen, als man es in einem Hochvolumen-Markt gewohnt ist.
Ich behalte die Bitcoin-Dominanz genau im Auge. Solange sie weiter steigt, während das Derivate-Volumen niedrig bleibt, glaube ich, dass der Weg des geringsten Widerstands nach oben führt.
Der eigentliche Auslöser für mich wird ein Anstieg des Altcoin Season Index sein. Momentan liegt er bei 13, was bedeutet, dass wir uns mitten in einer Bitcoin-Saison befinden. Ich will sehen, ob diese Spot-Akkumulation irgendwann in die Top-100-Coins rotiert. Wenn die Marktkapitalisierung weiter steigt, der Altcoin Season Index aber flach bleibt, bedeutet das, dass das "große Geld" nur an BTC interessiert ist.
Aber für den Moment bin ich zufrieden. Ein Markt, der steigt, während die Spekulanten gehen, ist ein Markt, der tatsächlich Werte aufbaut. Das ist eine erfrischende Abwechslung zum üblichen Chaos.
Sigrid Voss
Krypto-Analyst und Autor mit Schwerpunkt auf Markttrends, Handelsstrategien und Blockchain-Technologie.
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